Besuch aus West- und Zentralafrika in Meerholz

Immer mehr Menschen wird bewusst, dass die Schicksale Afrikas und Europas schon aus sicherheitspolitischen und globalen Gründen eng miteinander verknüpft sind. Gerade in Zeiten von Migrationsströmen, Fluchtursachen, Naturkatastrophen, zunehmendem Hass und Gewalt wird das Motto „Miteinander für die Welt“ der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen immer bedeutender.

 

Um den Europäern Afrika näher zu bringen und zu zeigen, wie heute der christliche Glaube dort verkündigt wird, findet am Donnerstag, 24. Oktober 2019, um 19.30 Uhr ein Missionsabend in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Gelnhausen-Meerholz, Hanauer Landstraße 65, statt.

Es werden Pastor Bokangu aus der Demokratischen Republik Kongo (Zentralafrika) sowie Pastor Modeste aus Burkina Faso (Westafrika) anwesend sein.

Pastor Bokangu arbeitet unter den Pygmäen im Urwald Kongos, die teilweise heute noch versklavt werden und kein Land erwerben dürfen. In den letzten Jahrzehnten werden dank Eingriffe von Missionaren und Anthropologen die Menschenrechte der Pygmäen langsam und noch mit vielen Ausnahmen wieder respektiert (Zitat: Gesellschaft für bedrohte Völker). Die von Pastor Bokangu geführte Missionsstation in Mbandaka wurde von der WHO ausgesucht, um dort zentral die Menschen über den Umgang mit Ebola zu schulen. Der französische Fernsehsender France24 machte daher mehrere Filmaufnahmen auf diesem Gelände.

Pastor Modeste und seine Frau Clemence betreuen die Missionsarbeit in der großen Missionsstation in Kyon in Burkina Faso. Die Arbeit und die Versorgung der Menschen in der ärmlichen Region der Sahelzone sind bedingt durch die Trockenheit oft schwierig. So helfen sie mit Nahrungsmitteln, um vor allem dem Hunger der Kinder zu begegnen. Durch Brunnenbauprojekte erhält die Bevölkerung sauberes Wasser, was für die Menschen in dieser Region überlebensnotwendig ist.

Beide Pastoren sind für den Verein „Neues Leben Ghana“ tätig. Der Verein ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen. Hauptschwerpunkte des Vereins sind die Ausbildung von einheimischen Pastoren, Evangelisten und Gemeindemitarbeitern, Gemeindebau, Aufbau und Betreuung von christlichen Kindergärten und Schulen, Alphabetisierungskurse, Evangelisation, Hungerhilfe und Kinderspeisungen, Landwirtschaftsprojekte und Brunnenbau. Dabei werden keine Missionare von Deutschland nach Afrika gesandt, sondern es wird mit Menschen vor Ort gearbeitet. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Projekte und für ihr Land. Von Deutschland aus fließen die finanziellen Mittel, Gebet und ganz praktische Hilfe. Auf diesem Weg sollen Abhängigkeiten abgebaut und Selbstständigkeit aufgebaut werden.

Durch eine zirka 12-minütige Videoprojektion sowie den Erfahrungsberichten der afrikanischen Pastoren haben die Teilnehmer des Abends die Möglichkeit, die afrikanische Kultur und Denkweise mit ihren religiösen Vorstellungen, Riten und Gebräuchen kennen zu lernen. Sie werden aber auch sehen, wie sich das Leben der Menschen positiv verändert, wenn sie mit dem christlichen Glauben in Kontakt kommen und ihn annehmen.

Außerdem werden die vielfältigen Möglichkeiten aufgezeigt, selbst West- und Zentralafrika und die Mission dort kennen zu lernen, z. B. über die Teilnahme an einem Workcamp in Ghana oder einer Missionsfreizeit (Rundreise Togo / Burkina Faso vom 10.01. – 25.01.2020).     

 

Unsere Gäste

 

Pastor Bokangu ist Pastor in  Mbandaka / Demokratische Republik Kongo (Zentralafrika). Er betreut endverantwortlich die Arbeit von Neues Leben Ghana unter den Pygmäen im Urwald Kongos (Mehr Informationen über Neues Leben Ghana finden sie hier: http://www.nl-ghana.de). Unter seiner Leitung sind schon über 30 Gemeinden entstanden mit insgesamt über 7.000  Gemeindemitgliedern. Sein Herz schlägt für die unterdrückten Pygmäen und er gibt ihnen Heimat, Ausbildung und Wertschätzung.

 

Pastor Modeste betreut die Missionsarbeit in der großen Missionsstation in Kyon in Burkina Faso (Sahelzone). Unter seiner Leitung sind schon 45 Gemeinden ent-standen mit 16.000 Gemeindemitgliedern. Die Arbeit und die Versorgung der Menschen  in der ärmlichen Region sind bedingt durch die Trockenheit oft schwierig. So hilft er und sein Team mit Nahrungsmitteln, um vor allem dem Hunger der Kinder zu begegnen. Durch Brunnenbauprojekte erhält die Bevölkerung sauberes Wasser, was für die Menschen in dieser Region überlebensnotwendig ist.