Gott will alle Menschen zu sich ziehen aus Liebe, weil er nicht anders kann.

Jedoch die Mehrheit der Menschen kennen ihn nicht und wollen auch gar nichts mit ihm zu tun haben. Es gibt vielfältige Gründe dafür: kein Vertrauen, Stolz sich niemandem unterordnen zu wollen, Missbrauch in der Kindheit auch verbal, Verletzungen aus der Kindheit, Unsicherheit usw.

Dürfen wir als Christen sie verurteilen?

Menschen die besonders in Europa in einem „U-Boot Christentum“ erzogen werden, Taufe, Konfirmation oder Kommunion, Beerdigung in der Kirche und auch die Bibel nicht mit dem Herzen gelesen haben, wissen auch nichts über Gott. Sie werden auch in der Schule außer im Religionsunterricht nichts über Gott erfahren, wenn sie nicht mit Christen zusammenkommen.

Es geht in der Erziehung und im Beruf nur darum, erfolgreich zu sein und seinem Umfeld zu beweisen, wie gut wir alles im Griff haben und welch kluge Entscheidungen wir immer wieder treffen. Die Dinge, die wir versieben, werden unter den Teppich gekehrt. Und damit erheben wir uns auch über unsere Mitmenschen. Wir fangen an zu vergleichen. Ich bin doch gar nicht so schlecht.

Wir hören dann nicht den heiligen Geist, der in unser Gewissen spricht, weil er oft nur sehr leise redet und wir schieben den kleinen und kurzen Impuls zur Seite, weil wir nicht hören wollen, wenn etwas unbequem ist. Wenn wir jedoch nicht auf korrigierende Worte hören wollen, werden wir geistlich und charakterlich nicht wachsen können. Es ist schwer sich als Erwachsener korrigieren zu lassen, weil wir oft genug in dem anderen auch Schwächen entdecken. Deshalb kann es nur Jesus gelingen, Menschen in vielfältiger Weise zu sich zu ziehen. Und nur er schenkt uns Erkenntnis, Offenbarung, Weisheit und Sicherheit. Dafür können und dürfen wir bitten, nicht nur für andere Menschen, sondern auch für uns selbst.

Was bedeutet dieser Vers?

Er hat mich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Fühle ich mich zutiefst angenommen? angekommen? zufrieden, voller Freude auch in schwierigen Umständen. Kann mich noch etwas erschüttern? Oder ruhe ich in Gott? Es wäre zu schön, weil da oft noch die Gefühle mit uns Achterbahn fahren. Aber gerade im christlichen Bereich gibt es sehr viel Hilfe. Aber es wird uns etwas kosten. Sehr wahrscheinlich unsere Zeit, Geld und viel, viel Mut, etwas Neues zu wagen.

Prüft alles und das Gute behaltet, ist eine wunderbare Verheißung Gottes. Auf der Suche nach ihm können wir keine Fehler machen. Unsere Wege werden nicht immer geradeaus gehen. Jesus lässt jedem Menschen die Freiheit in seinem Tempo voran zu gehen, weil er allein weiß, wie es in jedem von uns aussieht und weiß, was jeder einzelne gerade braucht, wenn wir nur ehrlich vor ihm und uns werden.

Dieser Vers gibt mir Trost, wenn an manchen Tagen etwas in mir mich traurig machen will.

Euer Mutmacher

Inge Hergert