Warum ist das so geschrieben? Wie ernst nehmen wir Menschen die Worte Gottes? Welche Bedeutung hat dieser Satz in Bezug auf das Leben eines Menschen?

Ich denke vor allem benötigen wir Menschen die Erkenntnis, dass Gott der Herr eine Ordnung verfasst hat, als er die Bibel schreiben lies. Ich staune immer wieder über die klugen und tiefsinnigen Worte darin und frage mich oft, woher kam diese Klugheit der Verfasser in dieser Zeit. Wir denken oft was wir heute alles wissen macht uns klug. Doch in der Gottesferne haben wir Menschen eine Leere in uns, die nichts und niemand füllen kann.

Wenn wir aber in dieser Ordnung beginnen zu leben, dann kann und wird Segen fliesen. Das hat er uns versprochen. Das ist seine Verheißung.

Aber was ist, wenn unsere Eltern oder andere graue Häupter uns Not machen, weil wir nicht die gleiche Meinung haben oder noch schlimmer sie uns oder wir sie verletzt haben. Ich hatte mich 30 Jahre von meiner Familie zurückgezogen weil sie mich verletzt hatten. Jetzt nach einem Treffen werde ich damit konfrontiert, dass auch ich andere verletzt habe.

Da kommt nun wieder unser Herr Jesus ins Spiel mit seinen wunderbaren Ordnungen. Wenn wir die Erkenntnis durch das Wort bekommen, dass wir alle diese Leiden erleben werden, aber alle diese Dinge im Gebet abgeben und auch Busse tun über das was wir dem anderen angetan haben, dann entlastet uns das sehr. Wir müssen nicht mehr kämpfen gegen Menschen. Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte. Nehmen wir die Worte ernst?

Von diesem Gesichtspunkt fällt es uns leichter, den nächsten Gehorsamsschritt zu tun und zu vergeben. Wenn wir da nicht hinkommen, werden Menschen bitter und unter Umständen krank. Gallenbitter. Ich kenne eine Frau die nach dem Tode ihres Lebensgefährten von seiner Tochter so schlecht behandelt wurde, dass sie an der Galle operiert werden musste. Das war ganz akut.

Und jeder kennt die Geschichte von den 2 Söhnen eines Alkoholikers. Der eine sagte sich: Was soll anderes aus mir werden, als ein Trinker. Ich habe mein ganzes Leben nichts anderes gesehen, als das mein Vater jeden Tag getrunken hat. Ihn erleidet das gleiche Schicksal. Der 2. Sohn sagt zu sich. So wie mein Vater will ich nicht enden.Er weiß vielleicht nicht warum er das tut, aber er hat eine andere Motivation und er denkt sich vielleicht: Mein Vater konnte aus welchen Gründen auch immer nicht anders, aber das heißt ja nicht, das es nicht ein anderes schöneres Leben gibt. Und er schafft ein Leben in der Ordnung Gottes, weil er weiß, dass er seinem Vater Ehre geben soll. Es ist sein Vater, egal was passiert ist. Und wie gut ist es einen geistlichen Vater im Himmel zu haben, wenn der eigene Vater versagt hat. So können wir barmherzig werden, gehorsam sein und vergeben. Vergebung ist eine Sache des Willens. Wenn wir nach unserem Gefühl gehen, würden wir niemals vergeben. Deshalb fordert Gott uns auf zu vergeben. Er wird und will uns dabei helfen. Und plötzlich merken wir wie wir frei werden. Hallelujah! Preis den Herrn. Ja er schenkt uns Freiheit!! Es gibt Geschichten von Menschen, die nach dieser Ordnung leben und entsprechende Schritte gewagt haben, wo Versöhnung stattgefunden hat und im noch günstigeren Fall, der Vater, die Mutter oder auch Geschwister zum Glauben gefunden haben. Versöhnung und Vergebung kann nur stattfinden, wenn wir Menschen diese Ordnungen kennen, ernst nehmen, danach leben und handeln. Bei den meisten Menschen muss erst einmal die gesamte Weltanschauung zusammenbrechen. Erst dann hat Gott Raum zu handeln. Wenn wir lernen wie Gott uns sieht dann werden wir barmherziger gegenüber denen, die wir eigentlich nicht mögen. Wir bekommen eine neue Perspektive für unser Leben im Einklang mit Gottes Worten.

Du sollst dich fürchten vor deinem Gott:  ich bin der Herr. Das Wort fürchten gefällt mir nicht. Ich verbinde dieses Wort mit: Lass nichts so sehr im Mittelpunkt deines Lebens sein, als Jesus allein. Er allein gehört auf den Thron.

Euer Mutmacher, Inge Hergert.