„Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“

(Offenbarung 21,2)

Unwillkürlich drängt sich mir das Bild von den Hauptstädten dieser Welt auf, wenn an hohen Feiertagen die Prachtstraße zum Präsidenten- oder Königspalast geschmückt ist mit Girlanden, Fahnen und spätabendlichem Feuerwerk und tausenden von Menschen, die die Straße säumen.

Abglanz, nichts weiter als ein schwacher Abglanz dessen, was Gott auf die Beine stellt, wenn man sich die Dimension und die Wertigkeit der Baumaterialien des neuen Jerusalems in der Offenbarung veranschaulicht. Die Wohnstatt Gottes bei den Menschen, so wird sie genannt werden. Jesus hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben, um seinen Kindern eine Wohnstatt zu bauen, die ihr Zuhause sein wird für alle Ewigkeit.

Der Reiz dieser Stadt liegt aber nicht nur an ihrer äußeren Schönheit, sondern vielmehr an ihrer inneren Atmosphäre. München z. Bsp. wirbt für sich mit dem Slogan eine Weltstadt mit Herz zu sein, und in Berlin glaubt man eine ganz besondere Luft zu haben. Im neuen Jerusalem heißen die Attribute Glaube, Liebe, Hoffnung, wo es keine Kranken, keine Traurigen, keine Leidtragenden und keine Schmerzen und Tränen mehr geben wird.

Aber Gott macht diese Stadt nicht zu einem Reparaturbetrieb für menschliche Schicksale. Hier gibt es nichts mehr zu heilen, auf- oder umzuarbeiten. Gott macht alles und alle neu in ihr, und das Beste:  Im himmlischen Jerusalem ist Gott selber, den wir dann endlich von Angesicht zu Angesicht erleben dürfen.

Wer hat nun in dieser Stadt ein Bürgerrecht, wer darf in dieser Stadt wohnen, ist in ihr Zuhause? Wer den Sohn hat, sagt Jesus, der hat das Leben, und wer den Sohn nicht hat, der hat auch das Leben nicht. Die Antwort ist deshalb ganz leicht. Wenn du dem Herrn das Wohnrecht in deinem Herzen gestattest dann ist dein Platz bei Ihm, frei nach dem Lied: When the Saints go marching in, in dieser Anzahl von Menschen, die in ihr Sehnsuchtsziel, dem himmlischen Jerusalem „einmarschieren“.

Thomas Steinlein singt: Papa, wie Du mich liebst, was Du sagst, was Du gibst, lässt mich fühlen, wie wertvoll ich bin. Deine guten Gedanken, die weisen mir Schranken, damit ich mein Leben gewinn. Bin ich Himmel hoch froh, manchmal einfach nur so, muss ich singen und tanzen vor Glück; bin ich einsam und frier, weiß ich Papa is' hier, und der holt mich und bringt mich zurück.

Wer wie Thomas weiß, dass Gott der liebe Papa ist, der mich zu seiner Zeit zu Ihm zurückholt, zurückholt ins himmlische Jerusalem, der kann letztlich nur das wünschen und hoffen und beten, was die allerletzten Worte der Bibel überhaupt sind, und die heißen: Komm, ja komm recht bald Herr Jesus Christus. Und dem möchte ich mich ganz und gar anschließen. Du auch?

Christian Buttler