Eure Worte sollen immer freundlich und mit dem Salz der Weisheit gewürzt sein. Dann werdet ihr es auch verstehen, jedem, der mit euch redet, eine angemessene Antwort zu geben. Kol. 4,6 (NGÜ)

Hier werden wir dazu aufgefordert immer freundlich zu reden, wenn wir unseren Missionsauftrag nachgehen und mit Menschen sprechen, die Christus noch nicht kennen. Ist das nicht selbstverständlich? Na ja, eine Unterhaltung über den Glauben fängt oft freundlich an, doch im Laufe des Gesprächs passiert es leider, dass wir immer mehr überzeugen wollen. Dann beginnen wir zu diskutieren und zu argumentieren. Hin und wieder steigert sich das und entwickelt sich zu Überheblichkeit, Kritik oder Rechthaberei, weil wir den Uneinsichtigen unseren Glauben überstülpen wollen. Damit erreichen wir gar nichts.

Deswegen fordert uns Paulus dazu auf, freundlich zu sprechen und nicht wie mit Gegnern, die bekämpft und überwunden werden müssen. Wir sind Zeugen und nicht Staatsanwälte, die anklagen und auch nicht Soldaten, die mit Worte schießen. Als Zeugen reicht es wenn wir Zeugnis geben – also mit Freude und Gelassenheit die eigene Geschichte erzählen von dem, was wir mit Jesus erleben oder erlebt haben. Wir erzählen einfach die Wahrheit, wie wir sie erlebt haben und sie wird entweder angenommen oder auch nicht.

Langweilig und fade sollte unsere Geschichte nicht sein, sondern mit dem Salz der Weisheit gewürzt sein, wie wir lesen. Salz verbessert den Geschmack und macht das Essen appetitlich. Unser Zeugnis muss würzig interessant sein, um Menschen auf den Geschmack zu bringen und Appetit auf mehr zu machen.

Also würzen wir unser Reden doch lieber mit dem Salz der Weisheit und woher die Weisheit kommt, das wissen wir. Bitten wir den Vater darum. Er möchte, dass wir von Seinem Sohn reden, also wird Er uns auch die Weisheit zum Würzen schenken.

Salz würzt nicht nur, sondern macht auch haltbar. Gott kann dafür sorgen, dass unser Reden so geistreich ist, dass die Worte in das Herz einziehen, das Leben durchdringen und zur Entfaltung bringen, genauso wie eine kleine Menge Salz ein Gericht durchdringt und den Geschmack zur Entfaltung bringt.

Wenn wir wirklich so über Jesus reden, dass anderen der Mund wässerig wird, ist es nur logisch, dass tiefergehende Fragen folgen:  Wie genau hat Jesus dein Leben verändert? Warum musste Er am Kreuz sterben? Was kommt nach dem Tod? Seien wir bereit Fragen zu beantworten. Trauen wir uns. Kommen wir ins Gespräch darüber, was im Leben (und im Sterben) wirklich zählt. Wo die Beziehung zum Mitmenschen freundschaftlich eingebettet ist, findet die salzige Weisheit offene Herzen.

 Eure Ruth Fladung